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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Metallbuch sHE
Metallbuch sHE
Viel Lebensfreude mit Ihrem ersten Metallbuch

 

Buch, ein geschriebenes oder gedrucktes Werk, das aus mehreren zu einer Ganzheit verbundenen Blättern oder Bogen besteht. Der Begriff stammt von Buche, auf deren Rinde in Germanien zunächst geschrieben wurde. Im weiteren Sinne wird er auch auf die in der Antike verwendeten Schriftrollen angewandt.

Vorläufer des Buches
Die Vorläufer des Buches waren gebrannte Tontafeln, die von Sumerern mit einem Griffel bearbeitet wurden.
Die ältesten Schriftzeugnisse (4./3. Jahrtausend vor Christus) stammen aus der Stadt Uruk, 240 Kilometer südwestlich von Bagdad gelegen. Es handelte sich um Wirtschafts- und Gesetzestexte.
Die Keilschrift breitete sich im Verlauf der nächsten Jahrtausende aus. Auch die Assyrer und Babylonier, genauso wie die Elamer, Hethiter, Hurriter und die Urartäer bedienten sich gerne dieses Werkzeugs. Erst im 1. Jahrhundert vor Christus wurde Keilschrift durch das einfachere System der Aramäer ersetzt.

Andere Medien waren Palmblätter (in Indien), Birkenrinde, Leder und Bambus (in China). Die Papyrus- und Pergamentrollen der alten Ägypter, Griechen und Römer stellen einen weiteren Schritt in Richtung Buchentwicklung dar. Papyrusrollen bestanden aus einem Bogen, der um einen Holz- oder Elfenbeinstab (Omphalos) gewickelt war (Schriftrollen). Die Rollen wurden aus dem gestampften Mark des im Nildelta wachsenden Papyrus hergestellt. Der einseitig beschriebene Bogen wurde beim Lesen Stück für Stück aufgerollt. Die längste erhaltene Papyrusrolle mit einer Länge von 40,5 Metern lagert im Britischen Museum in London. Im 4. Jahrhundert v. Chr. wurden lange Schriftrollen in mehrere kürzere Rollen von circa zehn Meter Länge unterteilt und zusammen in einem Behälter aufbewahrt. Seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. wurde Papyrus als Beschreibstoff auch in Griechenland verwendet.
Schriftrollen waren oft zusätzlich in eine Hülle eingeschlagen und mit einem heraushängenden Titelstreifen versehen, der den Namen des Autors und des Werkes angab. Schreiber vervielfältigten die Werke, indem sie Vorlagen abschrieben. Athen, Alexandria und Rom waren bedeutende Zentren der (überaus kostspieligen und aufwendigen) Schriftrollenproduktion.
Führende Handelsstadt mit Papyrus war das altsyrische Byblos. Davon leitet sich das griechische biblion bzw. biblos = Buch ab, und unsere Bibel, das Buch der Bücher.
Wegen der mangelnden Haltbarkeit der Papyrusrollen sowie wegen Bibliotheksbränden ging ein Großteil der Literatur dieser Zeit unwiederbringlich verloren. Im 3. und 4. Jahrhundert setzte sich das Pergament (dünne ungegerbte Schafs-, Kalbs- und Ziegenhaut) als Beschreibstoff durch, da es wesentlich haltbarer war. Vor allem Perser und Hebräer, denen Papyrus unbekannt war, hatten seit Jahrhunderten Schriftrollen aus Pergament verwendet. Die Pergamentherstellung wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. von König Eumenes II. von Pergamon verbessert. Danach fand dieses Material immer häufiger Verwendung.

Der Codex
Hinweise auf erste römische Bücher in Form eines rechteckigen Codex (lateinisch: Baumstamm, Holzklotz) finden sich in einem Text von Martial aus den Jahren 84-86 v. Chr. Diesen ersten römischen Versuchen war aber offenbar wenig Erfolg beschieden: Die Konvention, verstärkt durch den griechischen Einfluss auf die römische Kultur, verlangte für Bücher die Form der Schriftrolle als ordentliche Publikationsform. Erst im 3. Jh. n.Chr. wird der Kodex allmählich "salonfähig". Dabei hat wohl das Christentum mitgeholfen: Die archäologischen Textfunde aus Ägypten zeigen, dass christliche Texte auffälligerweise von Beginn an fast ausschliesslich in Kodexform geschrieben wurden (Papyruskodex). Dies gilt vor allem für die Texte der christlichen Bibel, die sich im 2. Jahrhundert allmählich herauskristallisieren.
Weshalb das Christentum sich für den Kodex entschied, bleibt weitgehend im Dunkeln. So wird beispielsweise vermutet, die jüdische Praxis, einzelne isolierte Entscheidungen oder rabbinische Lehrsätze auf Schreibtafeln festzuhalten, könnte dazu geführt haben, dass die mündliche Lehre Jesu schliesslich in Kodexform festgehalten wurde (Papyruskodex). Der Kodex hätte den Christen zudem die Möglichkeit gegeben, ihre Schriften sowohl von denen der Juden als auch denjenigen der "Heiden" abzugrenzen.

Der Codex war ein mit Scharnieren, Ringen oder Riemen zusammengehaltenes Heft, das aus zwei oder mehr hölzernen, mit Wachs überzogenen Tafeln bestand. Diese konnten mit einem Griffel beschrieben werden und waren nach dem Glätten der Oberfläche wieder verwendbar. Später entwickelte sich der Codex dann zu einem Buch, das aus vielen Papyrus- bzw. Pergamentblättern bestand. Diese wurden in der Mitte gefaltet, aufeinandergelegt, zusammengenäht und mit Lederriemen an hölzernen Einbanddeckeln befestigt. Die Textspalten des Codex waren größer als die der Schriftrolle, die Seiten wurden beidseitig beschrieben. Der Codex erleichterte es dem Leser, bestimmte Textstellen wiederzufinden. Als besonders nützlich erwies sich der Codex bei der christlichen Liturgie. Seit dem 4. Jahrhundert wurden Texte von Rollen auf Codices übertragen. Was als unwichtig erachtet und deshalb nicht übertragen wurde, ging verloren.
Im Mittelalter wurden viele Codices in Klöstern mit Ornamenten und Bildern illustriert. Da Pergament sehr teuer war, wurden die Texte der Codices oftmals ausgelöscht und überschrieben.

Mittelalterliche Bücher
Im frühen Mittelalter wurden Bücher hauptsächlich von Geistlichen für Theologen oder für Herrscher geschrieben, die diese in Auftrag gaben. Dabei handelte es sich meist um Bibelauszüge, Kommentare, liturgische oder auch antike Texte. Die Bücher wurden von Kopisten, die oft im klösterlichen Scriptorium (lateinisch: Schreibstube) arbeiteten, mühsam mit der Feder abgeschrieben. Anfangs wurde nur in Großbuchstaben geschrieben: Diese Konvention hatte man von den Schriftrollen übernommen. Als Folge der karolingischen Renaissance, die von Karl dem Großen initiiert wurde, verwendeten die Schreiber auch Kleinbuchstaben (Minuskeln) in ihren Texten, die in klaren, voneinander abgegrenzten Lettern geschrieben wurden. Die karolingische Schrift inspirierte später die Typographen der Renaissance.
Viele mittelalterliche Bücher waren mit goldenen und farbigen Verzierungen geschmückt, die den Beginn eines neuen Textabschnitts markierten, den Text illustrierten oder als Randdekorationen dienten. Ein Beispiel für eine besonders reiche Ornamentierung ist das Book of Kells, das zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert entstand. Feindetaillierte Miniaturszenen aus dem Alltagsleben enthält das Stundenbuch Trés riches heures des Herzogs Jean von Berry, das die niederländisch-burgundischen Brüder von Limburg Anfang des 15. Jahrhunderts anfertigten. Der Bucheinband des Mittelalters bestand aus hölzernen Deckeln, die oftmals mit Metallbändern verstärkt waren und durch Schließen zusammengehalten wurden. Oftmals war der Einband mit Leder überzogen und bisweilen reich mit Gold- und Silberarbeiten, Emaille und Edelsteinen geschmückt. (siehe illuminierte Manuskripte).

Bücher im Orient
Die orientalischen Vorläufer des Buches waren Holz- oder Bambustafeln, die mit einer Schnur zusammengehalten wurden. Auch gab es Streifen aus Seide oder Papier, das aus verfilzten Flachs-, Baumwoll- oder Hanffasern bestand und von den Chinesen um 100 n. Chr. erfunden worden war. Zunächst wurden die einseitig beschriebenen Streifen als Schriftrollen um einen Stab gewickelt, später dann gefaltet und an einer Seite zusammengenäht. So entstand ein Buch, das schließlich noch mit einem Einband versehen wurde.

Buchdruck
Das Drucken mit einem geschnitzten Holzblock wurde im 6. Jahrhundert n. Chr. in China erfunden. Das erste auf diese Weise gedruckte Buch entstand etwa 868. Ein weiterer religiöser Text wurde 972 angefertigt. Mit wiederverwendbaren Blöcken zu drucken war eine weitaus effektivere Methode der Reproduktion als die Abschrift. Im 11. Jahrhundert erfanden die Chinesen auch den Buchdruck mit beweglichen Lettern, die verschieden angeordnet werden konnten und somit für verschiedene Werke einsetzbar waren. Aufgrund der Vielzahl der chinesischen Schriftzeichen wurde dieses Verfahren allerdings selten verwendet.
In Europa kam der Buchdruck mit Holzblöcken im Spätmittelalter auf. Bei diesen Büchern handelte es sich normalerweise um religiöse Werke mit reicher Illustration und wenig Text.

Nachdem im 12. Jahrhundert das Papier über die Araber nach Spanien gelangt war (in Deutschland wurde es seit 1300 verwendet), revolutionierte Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen Metallettern 1453 die Entwicklung des Buches neuerlich. Seine sogenannte Gutenbergbibel entstand 1456. Die neue Erfindung vereinfachte die Buchproduktion und ermöglichte größere Wirtschaftlichkeit. Auch mit der Alphabetisierungsrate stieg im 16. Jahrhundert sowohl die Zahl der Werke als auch der Umfang der Auflagen deutlich an. Es entstanden volkssprachliche Ausgaben, etwa von Martin Luthers Übersetzung der Bibel. Das Buch emanzipierte sich immer mehr vom Codex. So wurde den Ausgaben ein Titelblatt (oft mit Holzschnitt, später mit Kupferstichen) beigegeben, auf dem der Buchtitel, der Druckort, das Druckjahr sowie der Name von Drucker und Verfasser angegeben waren. Später kamen Inhaltsverzeichnis, Fußnoten und Index als Teile des Buches hinzu. Auch entstanden mit Leder überzogene Pappeinbände.

Text von http://www.wallewalle.de


Ein Metallbuch im 21 Jahrhundert

Und nun im 21. Jahrhundert Bücher aus Metall, anstatt elektronischer Bücher? Sicherlich eine sehr, sehr exklusive Alternative. Ein Metallbuch gegen ein elektronisches Buch. Natürlich wird unser Metallbuch niemals eine Konkurrenz für ein elektronisches Buch sein. Jedoch in gewissen Bereichen, als Geschenk, als wertvolles Unikat ist es sicherlich dem elektronischen Buch überlegen.